Östrogen

20. Januar 2026


Tatsächlich haben fast alle Gewebe im Körper Östrogenrezeptoren, was erklärt, warum dieses Hormon so weitreichende Effekte hat. Östrogen ist ein Hauptgeschlechtshormon mit vielfältigen Wirkungen im gesamten Körper:


Reproduktives System: Östrogen steuert den Menstruationszyklus, fördert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, unterstützt die Entwicklung der Eizellen und hält die Vaginalschleimhaut gesund. Es ist auch wichtig für die Entwicklung der Brust und sekundärer Geschlechtsmerkmale während der Pubertät.


Knochen: Es hemmt den Knochenabbau und fördert die Knochendichte. Nach den Wechseljahren steigt das Osteoporose-Risiko, weil die Östrogenproduktion sinkt.


Herz-Kreislauf-System: Östrogen wirkt schützend auf die Blutgefäße, beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv (erhöht HDL, senkt LDL) und trägt zur Elastizität der Gefäßwände bei.


Gehirn: Es beeinflusst Stimmung, Gedächtnis und kognitive Funktionen. Viele bemerken während des Zyklus oder in den Wechseljahren Veränderungen ihrer Stimmung, die mit Östrogenschwankungen zusammenhängen.


Haut und Haare: Östrogen fördert die Kollagenproduktion, wodurch die Haut elastisch bleibt, und beeinflusst die Feuchtigkeit und Dicke der Haut.


Stoffwechsel: Es wirkt auf die Fettverteilung im Körper und beeinflusst den Insulin- und Glukosestoffwechsel.


Weitere Wirkungen: Östrogen beeinflusst auch die Körpertemperatur, das Immunsystem, die Blutgerinnung und sogar die Stimmbildung.